Kontakt:

Hauptstandort Olsberg

Am Schwesternheim 5
59939 Olsberg

 

Telefon: 0 29 62 / 97 61 80
Telefax: 0 29 62 / 97 61 88

 

e-Mail: sekretariat@sekundarschule-olsberg.de

Teilstandort Bestwig

Zum Schulzentrum 1

59909 Bestwig

 

Telefon: 0 29 04 / 97 682 281
Telefax: 0 29 04 / 97 682 250

e-Mail:

sekretariat-bestwig@sekundarschule-olsberg.de

Kursfahrt des Spanischkurses nach Cala Ratjada / Mallorca

Vom 03. bis zum 10. Mai 2017 flogen wir, der Spanischkurs der Jahrgangsstufe 9, nach Mallorca, wo wir interessante Eindrücke der spanischen Kultur, Landschaft und Lebensart gewannen und unsere Sprachkenntnisse endlich authentisch erproben konnten. Wir haben viel dazugelernt und dies betrifft nicht nur die spanische Sprache. Wir verbrachten eine eindrucksvolle Woche in Cala Ratjada.

Cala Ratjada
Der Fischerort Cala Ratjada ist ein Ort mit Traditionen, der aus einem Fischerhafen hervorgegangen ist. Cala Ratjada ist seit den 50er Jahren ein Ferienziel. Größere Hotels und Apartmentkomplexe stehen nur an den Rändern der Siedlungen, insbesondere am kleinen Strand Son Moll. Besonders schön ist die Fußgängerpromenade vom Strand Son Moll zum Hafen. Dank der niedrigen Häuser zeigt sich der Ortskern entlang der Hauptstraße Carrer Elioner Servera und rund um den Hauptplatz Placa del Pins recht ansehnlich. Es führt eine wunderschöne Fußgängerpromenade von der Stadt sowohl zum Strand Cala Gat auf der linken Seite als auch zum Strand Son Moll auf der rechten Seite mit einem atemberaubenden Blick auf das türkisfarbene Meer. Auf den Felsen über dem Meer befinden sich schöne Kiefernwälder. Der größte Strand, ebenfalls durch eine Uferpromenade zu erreichen, ist der Strand Cala Agulla. Uns beeindruckten auch hier die schroffen Felsen, auf denen sich die Uferpromenade entlangzog.

Unsere erste Erkundungstour führte uns zum Leuchtturm „Far de Capdepera“. Wir entschieden uns beim Aufstieg für einen Panoramaweg, der einen wunderbaren Blick auf das Meer ermöglichte. Der Leuchtturm wurde 1861 in Betrieb genommen. Er sendete alle zwei Minuten rote Leuchtsignale. Er wurde zunächst mit einer Öllampe betrieben. 1924 wurde er für die damalige Zeit auf den neusten Stand gebracht und auf Elektrizität umgeschaltet. Ein Stückchen entfernt vom Leuchtturm „Far de Capdepera“ steht die Ruine eines Wachturms. Er wurde im 16. Jahrhundert zum Schutz vor Piratengefahr erbaut und ist ein fantastischer Aussichtspunkt.

Jeden Samstag findet in der Zeit von 7:00 Uhr bis 14:00 Uhr der traditionelle Wochenmarkt in Cala Ratjada statt. Alle Händler präsentieren ihre Ware, zum Beispiel Nahrungsmittel, Haushaltssachen, Schmuck, Kleidung, Spielsachen und Handtaschen und alles, was das Herz begehrt. Einige Händler ließen sich darauf ein, mit ihren Kunden zu handeln.

Danach erwartete uns als Highlight des Tages eine Wanderung zum Wachturm Son Jaumell, der sich in 278 Meter Höhe über dem Meeresspiegel befindet. Der Weg begann als weicher Waldweg, der uns durch einen schattigen Kiefernwald führte. Wir kamen an einem kreisrunden ehemaligen Kalkofen vorbei und ab da stieg der Pfad kräftig an. Der Untergrund wurde immer felsiger. Beim Aufsteigen ergaben sich schöne Ausblicke auf das türkisfarbene Wasser der Calla Agulla und das grüne, bewaldete Hinterland. Oben angekommen, erwartete uns ein atemberaubendes Panorama, links von uns die Cala Mesquida, vor uns die Küste von Menorca, rechts von uns die Bucht Cala Agulla und hinter uns das Hinterland.


Einer unserer Ausflüge führte uns zum Castell de Capdepera.
Inmitten eines kleinen Ortes namens Capdepera befindet sich das „Castell de Capdepera. Diese Burg wurde vom Militär, den sogenannten Dragonern, kontrolliert, die dem Kommando des Gouverneurs unterstanden. Sie waren für die Verteidigung und die Bewachung der Küste und des Landesinneren zuständig. Im 18. Jahrhundert gab es politische und militärische Veränderungen und 1856 verließ das Militär die Burg. Vom 10. - 12. Jahrhundert befand sich ein islamischer Verteidigungsturm auf dem höchsten Berg, von dem man den Kanal von Menorca sehen konnte. Er stand auf einem gemauerten Viereck und war ursprünglich ca. 10 Meter höher als heute. Der Turm wurde aus Lehm gebaut, der an der Luft trocknete und dann mit Holz verschalt. Heute sind nur noch einige Schießscharten erhalten. Der ursprüngliche Bau war von einem Wehrdorf umgeben. Im Jahre 1231 unterschrieben hier die Muselmanen den Vertrag von Capdepera. Im 19. Jahrhundert errichtete man im Inneren eine Mühle mit einem kreisförmigen Turm und mit einer Wendeltreppe, die bis heute erhalten ist. Die Zisterne der Burg wurde im 14. Jahrhundert erbaut, um Regenwasser zu speichern, welches unerlässlich im Falle einer Belagerung für die Bewohner war. Entlang der Küste wurden mehrere Wachtürme aufgestellt, die zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert gebaut wurden. Die Ältesten existieren nicht mehr. Die Türme, die wir heutzutage sehen, stammten aus dem 16. Jahrhundert. Bei Annäherung des Feindes wurden von Turm zu Turm Signale bis zur Hauptstadt weitergeleitet, so dass von dort Hilfstruppen zur Verteidigung geschickt werden konnten. Im 16. und im 17. Jahrhundert wurden am Tag Rauchsignale und in der Nacht Feuersignale ausgesandt. Das Castell besitzt auch eine Kapelle, welche der heiligen Mutter Gottes Esperanza gewidmet ist.

Aus diesem Grunde wird jedes Jahr am 18. Dezember das Fest der Esperanza, das Fest der Schutzpatronin, gefeiert. Die Burg von Capdepera ist eine archäologische Stätte, die weiterhin erforscht wird und in der Ausgrabungen vorgenommen werden.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Sekundarschule Olsberg-Bestwig Impressum Datenschutz