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Ein ganzes Theaterstück in Englisch?

Von Jule Caspari, Lizanne Höhle, Ronja Loerwald, Emily Menke, Pia Schemme, Lea Trispel und Sonja Funke

Olsberg. Ein ganzes Theaterstück in Englisch? Aber stop, so viele Vokabeln haben wir doch noch gar nicht! Egal, das Stück "Still alive - the true story of the dinosaurs" haben wir, die Reporter der Zeitungs-AG an der Sekundarschule Olsberg, auch so verstanden. Zumindest so ungefähr. Fast allen Schülern der vier Vorstellungen an zwei Tagen im alten Kino dürfte es ähnlich gegangen sein.

Doch von vorne: In einer für uns fast schon langen Einleitung erzählte der Schauspieler Reiner Anding, was genau im Dorf Dino-Valley passiert ist. Hier das, was wir verstanden haben: In Dino-Valley landet ein Helikopter. Mr. Smile steigt aus. Er will, dass die Stadt, in der viele Dinosaurier-Knochen gefunden wurden, komplett abgerissen und neu aufgebaut wird. Davon halten die Bewohner eigentlich gar nichts. Aber keiner traut sich, ihm das zu sagen. Bis auf einen 15-jährigen Jungen. Er sabotiert den Helikopter. Die Polizei kommt, erwischt ihn und die Dorfbewohner geben ihm zwei Möglichkeiten: "Ins Gefängnis oder ins Internat." In der Nacht werden die Dinos wie in einer Art Traum wieder lebendig. Unter den Häusern der Menschen haben sie sich versteckt und wir erleben, wie sie sich in ihrer Zeit unterhalten, vergnügen, singen, fliegen und baden. "Du stinkst!", beschimpft zum Beispiel einer den anderen. Echt lustig! Aber: "Man wusste am Anfang gar nicht so genau, wann es losgeht", sagt Schülerin Jule Caspari und die anderen nicken zustimmend.

Spannend ist schon die Form des Theaters, das Schauspieler Reiner Anding benutzt. Es ist Figuren- und Objekttheater, seine Schauspieler sind kleine Dinos aus Gummi, Playmobil-Püppchen, Schaumstoffhäuser und vieles mehr. Der Schauspieler setzte viele Tricks ein, um die Schüler zu begeistern. Am Anfang sprach er durch ein Megafon, er blies in verschiedene Musikinstrumente von der Muschel bis zum Trichter und Flöte, um die Dinos nachzumachen. Witzig war, dass zwei Dinos von der Bühne gefallen sind. Dazu der Darsteller: "Es war nur ein Versehen, aber ich musste ja irgendwie das Stück weiterlaufen lassen."

"Das Theater war gut, aber ich habe nicht alle Sachen richtig verstanden. Das Vokabellernen kam für mich zu schnell vor der Stunde, ich konnte sie mir nicht mehr merken.", sagt Schülerin Ronja Loerwald. Zum Beispiel sei es ihr schwer gefallen, nachzuvollziehen, warum auf einmal aus dem Dorf eine Insel wurde, auf der wieder Dinosaurier leben. "Ich fand das komisch, dass auf einmal Dinosaurier dort waren, wo sonst die Menschen waren." Und einer der Lehrer fand zum Beispiel auch die Vergangenheitsformen doch noch etwas schwierig für Schüler der fünften Klasse.

Echt doof fanden die Schüler, dass Mr. Smile die Stadt ganz anders machen wollte. Also: Botschaft verstanden! Reiner Anding, und mit ihm sein sandkorn-Theater Berlin, will zeigen, dass es sich lohnt, bei drohender Gewalt aufmerksam zu werden. Denn gerade auch mit Geld lasse sich Gewalt auf andere ausüben, stellt er im anschließenden Dialog mit uns Schülern klar. Nein, der Schüler habe nicht richtig gehandelt und selbst Gewalt ausgeübt, aber: "Die Motivation ist das Entscheidende!" Und der Junge habe für sein Handeln ja auch ordentlich büßen müssen. Übrigens: Jahre später ist er der Museumsleiter im Dino-Valley, der so liebevoll von den Dinos erzählt, dass sie im Stück wieder lebendig werden. Dort schließt sich die Handlung.

Wir Reporter dürfen nicht nur den Künstler befragen, wir dürfen zum Schluss auch auf die Bühne! Aber Achtung, nicht auf einen der Dinosaurier, die auf dem Boden liegen, treten. "Das Meiste spielt sich hier unten ab. Jeder Dinosaurier hat seinen Platz. Das bekommen die Schüler gar nicht so mit." Doch. Reporterin Lea Trispel hat bemerkt, dass es sehr schwer aussah, was der Schauspieler gespielt hat, vor allem, was er alles spielen musste: Dinos, Menschen, Instrumente. Anding erklärt: "Die Dinos sind nicht schwer zu spielen, das Schwere ist die Konzentration!" 1h20 braucht er für den Aufbau der liebevoll gemachten Bühne, die so viel gekostet habe wie ein neuer Kleinwagen, verrät der 61-Jährige. Jule: "Das war definitiv besser, als eine normale Englischstunde."

Und auf die Frage, wer denn noch mal in ein englisches Theaterstück ginge, schnellen alle Finger in die Höhe. "Ich bin einer der beliebtesten Aushilfslehrer in Deutschland", weiß der Schauspieler und Regisseur, der lange in Kalifornien gelebt hat. Er selbst hat das Stück geschrieben. Sein Tipp zum Schluss: "Habt einmal Mut, Euren Lieblingsfilm in Englisch zu gucken. Ihr werdet sehen, dass ihr viel mehr versteht als ihr denkt. Und ohne Englisch kommt ihr später nicht zurecht, schon jetzt nicht, denkt mal ans Internet."

165 Schüler der Grundschulen Olsberg, Bigge und Bruchhausen sowie 198 Schülerinnen der Klassen 5 und 6 der Sekundarschule besuchten die beiden Vorstellungen am Montag und Dienstag.

Dank der Sponsoren Kulturring Olsberg und Volksbank Sauerland konnte das Theater nach Olsberg geholt werden.

18 Schüler der Klasse 5 üben sich seit dem Schuljahresbeginn als Reporter. Im Rahmen des Projektes "Kultur und Schule" des Landes NRW kommt WP-Redakteurin Sonja Funke einmal wöchentlich für zwei Stunden in die Schule zur Zeitungs-AG.

 

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